TUNESIEN
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Topographie - Klima - Umwelt

Tunesien - Topographie

Bildquelle: Wikipedia - Autor: Sadalmelik (Public Domain)



Tunesien kann von Norden nach Süden in vier landschaftliche Bereiche eingeteilt werden. Im Norden durchziehen die niedrigen Ausläufer des Algerischen Tellatlas das Land im Küstenbereich in Südwest-Nordost-Richtung. Die Berge erreichen Höhen von etwa 800 bis 1600 m. Es finden sich auch fruchtbare Täler und Ebenen in dieser Gebirgsregion. Der einzige größere Fluss Tunesiens, der Wadi Majardah (Medjerda), durchquert den Nordteil des Landes von Westen nach Osten und mündet in den Golf von Tunis.


Steppenlandschaften & Chotts

Chott el Djerid

...endlose Weite...


Südlich des Medjerda folgt eine Hochebene, die so genannte Medjerdaebene, mit einer durchschnittlichen Höhe von 400 bis 600 m. Dieses Gebiet ist die wichtigste Agrarregion Tunesiens. Südlich schließt sich der Höhenzug der Dorsale an, in dem sich der höchste Gipfel des Landes, der Djebel Chambi (1544 m), erhebt. Dieser teilt den mediterranen Norden vom ariden Süden. Noch weiter südlich beginnen Steppenlandschaften, die in Richtung Süden in Wüstensteppen und schließlich in einer Kette von niedrig gelegenen Salzseen, shatt oder chott genannt, in die eigentliche Wüste übergehen. Einige dieser Seen liegen unterhalb des Meeresspiegels. Südlich des Chott beginnt die Sahara, die etwa 40 Prozent der Landesfläche Tunesiens einnimmt.


Klima & Niederschlag

Nationalpark Ichkeul-See


Im Norden von Tunesien herrscht allgemein ein mildes mediterranes Klima. Richtung Süden wird das Klima immer heißer und trockener. Im Norden betragen die Temperaturen durchschnittlich 11 °C im Januar und 26 °C im Juli. Die Regenzeit der nördlichen Regionen dauert von Oktober bis Mai. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt bei ungefähr 600 mm, variiert aber stark von Jahr zu Jahr. Richtung Süden werden die jährlichen Regenfälle geringer. In der Sahara betragen sie häufig unter 100 mm pro Jahr und fallen nur sporadisch.


Trinkwasservorräte

Tunesien - Wüste


Die Wasservorräte in Tunesien sind knapp, und regelmäßig tritt Dürre auf. Nur ein Drittel der ländlichen Bevölkerung verfügt über sauberes Trinkwasser. Die landwirtschaftliche Produktion hat sich in den letzten zehn Jahren erhöht, was zu einer starken Bodenerosion führte, da Überweidung und Nutzung von Grenzertragsland zugenommen haben. Tunesien bemüht sich mehr als viele seiner Nachbarländer, das Abwasserproblem zu lösen, aber die städtische Abwasserentsorgung ist immer noch problematisch. Dadurch werden Trinkwasservorräte verschmutzt und die Bildung von Algen im Mittelmeer gefördert.










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